In Bayern ist man empört, auch im Rest der Republik regt man sich mal wieder für ein paar Tage auf: Die über 100 Toten durch rechte Gewalt (oder sind es, wie die Regierung meint, doch nur 40?) seit dem Mauerfall, die durchschnittlich zwei gewalttätigen Übergriffe pro Tag derzeit – an all das hat man sich gewöhnt, das erwartet man schliesslich von seinen Nazis. Was soll man da machen. Wird ja niemand gezwungen, als Schwarzer in Deutschland zu leben.
Dass jetzt aber nicht nur irgendwelche Ausländer, Penner oder Schwuchteln verkloppt werden, sondern sogar richtige Polizisten angegriffen werden, noch dazu vorm eigenen Eigenheim, das geht dann doch zu weit – das hat eine ganz neue Qualität, wo man mit der alten doch zufrieden war.
Darum wird jetzt wieder ein NPD-Verbot angedacht, obwohl es da ja immer noch das Problem gibt, dass so viele Leute vom Verfassungsschutz Nazis sind. Entschuldigung, oder war das umgekehrt? Na, egal, jedenfalls muss den Nazis jetzt mit aller Härte des Rechts-staats klar gemacht werden, dass Polizisten für Nazis genauso “No-Go-Area” sind wie die befreiten Zonen für Ali und die linken Zecken.
Und wenn dann jeder wieder weiss, wo sein Einsatzgebiet liegt, können wir auch schön Weihnachten feiern.
Was waren das für Zeiten, als Neonazis und Ermittlungsbehörden noch einträchtig zusammenarbeiteten….
[ Für alle, die keine Ironie verstehen: Der Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat sich mehr als einmal als integrer Vertreter seines Amtes bewiesen. Umso mehr kann er sich jetzt bei denen bedanken, die aufrechte Leute wie ihn kaltblütig im Stich lassen.]